Transistor

Ein Verstärkerelement auf Halbleiterbasis. Anfangs verwendete man hierfür beispielsweise Germanium oder Silizium. Diese Typen klingen zwar gerade für die Anwendung in archaischen Fuzz-Boxes und dergleichen sehr markant, sind aber ziemlich anfällig für klimatische Schwankungen.

Deshalb wurden sie schnell durch neue, zuverlässig arbeitende Typen abgelöst.

Anfangs ersetzten einzelne Transistoren die altertümliche Röhren als Funktionsbauteile mehr oder weniger 1:1. Modernere Konzepte wie die so genannte „Solid State“-Technik und verbesserte Bauteile vereinfachten die Herstellung solcher Geräte ganz erheblich.

Dank kleiner auf engstem Raum zusammengesetzter Transistorpakete, die man ICs (Integrated Circuits) nennt, und der industriellen Fertigung in Platinenbauweise wurden die Schaltungen später noch weitaus kompakter.

Transistorgeräte sind generell recht preiswert in der Herstellung, vergleichsweise klein, leicht und praktisch wartungsfrei. Damit haben sie die alte Röhrentechnik, abgesehen vom Musikbereich, zumindest in der alltäglichen Anwendung vollständig verdrängt.

Aufgrund der Verbreitung des Konzepts wird der Begriff „Solid State“nicht nur im anglo-amerikanischen Sprachraum praktisch als Synonym für Transistortechnik verwendet, obwohl das technisch natürlich nicht ganz korrekt ist.

Für Leistungsverstärker (vor allem bei Gitarren-Amps) gibt es eine Vielzahl unterschiedlicher Transistorbauteile, zum Beispiel FET (Field Effect Transistor) oder Mos-FETs sowie diverse Schaltungsdesigns, wie Class-A bis Class-D, diskrete Schaltung, Current Feedback usw., die jeweils spezifische Klangeigenschaften mit sich bringen.

Moderne Transistorendstufen zeichnen sich allgemein durch annähernd lineare Wiedergabe und hohe Leistungsreserven bei angenehm kompakter Gerätegröße und geringem Gewicht aus. Durch neuartige, leichte Netztrafos und prozessor-getaktete Poweramps, deren Effizienz kaum thermische Energieverluste entstehen lässt, können auch die früher obligatorischen Kühlrippen wegfallen.

Viele Transistor-Designs versuchen dennoch das charakteristische Wiedergabeverhalten von Röhrenschaltungen nachzustellen; einige davon schaffen das sogar erstaunlich glaubwürdig. Weil es aber noch nicht hundertprozentig klappt, sind Hybrid-Designs eine interessante Option.


zurück zur Übersicht