Stage Acoustic

Engl. für „Bühnenakustische“, also eine Hybridform der Electro Acoustic, speziell für laute Bühnenanwendungen gebaut.

Bei diesen Instrumenten steht die verstärkte Wiedergabe klar im Vordergrund, so dass man dafür bewusst die akustischen Klangeigenschaften einschränkt.

Hersteller wie Ovation, mit seinen „Shallow-Bowl“-Modellen (so genannt wegen der abgeflachten Korpusschalen), Gibson mit der semi-soliden „Chet Atkins“ oder auch Yamaha mit den kompakten APX-Gitarren ebneten den Weg für diese noch relativ junge Gitarrengattung.

Konsequent zu Ende gedacht ergibt sich daraus eine – mittels eines geeigneten Pickup-Systems – „akustifizierte“ Solidbody, wie man sie etwa von Godins (auch optisch an eine E-Gitarre erinnernden) „Acousticasters“, Parkers „Fly Classic“ oder der radikalen Yamaha „Silent Guitar“ kennt, die praktisch völlig ohne Korpus auskommt.

Die Erkenntnis, dass man nicht zwingend eine A-Gitarre bauen muss, um damit quasi „akustische“ Klänge zu erzeugen, führte unter anderem auch dazu, dass einige Hersteller bestimmte E-Gitarrenmodelle mit zusätzlichen Piezo-Systemen nachrüsteten. Nur wenige schufen lieber gleich eigene Hybrid-Instrumente, die elektrische wie akustische Klänge gleichberechtigt in einem Instrument vereinen. Eine parallele Entwicklung war auch bei E-Bässen zu beobachten.

Merkwürdiger Weise konnten sich diese ungemein praktischen und durchaus auch sehr gut klingenden Instrumente nur einen vergleichsweise kleinen Marktanteil sichern. Offensichtlich bevorzugen die meisten Musiker entweder herkömmliche elektrische oder „richtige“ akustische Gitarren.


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