Preamp

Engl. für „Vorverstärker“, auch Vorstufe genannt; bezeichnet den Bereich einer Verstärkerschaltung, der das empfindliche Instrumenten- oder Mikrofonsignal klanglich aufarbeitet und an die nachfolgenden Verstärkungsstufen anpasst.

1) Im Preamp spielt sich normalerweise alles ab, was mit Gain und EQ zu tun hat.

Dabei handelt es sich entweder um einen integrierten Bestandteil eines Vollverstärkers oder eines Mischpultes, oder aber um ein externes Gerät.

Externe Preamps sind in der Regel im Rack-Format aufgebaut. Mit dem neuerlichen Effektpedal-Boom Ende der 90er-Jahre kamen aber zunehmend auch Vorstufen in Pedalbauform in Mode.

Während der Blütephase der 19“-Prozessoren wurden viele dieser Effektgeräte mit Zusatzfunktionen ausgestattet, die eine Nutzung als eigenständigem Preamp möglich machten. Diese Gattung ist also ein Kombipräparat aus Multieffekt und Gitarren- oder Bass-Vorstufe, wobei die klangliche Gewichtung aber klar zu Gunsten der Effektsektion geht.

In Form von preisgünstigen Multieffektpedalen mit integriertem Amp-Modeling feiert dieses Kombi-Konzept seit einigen Jahren ein erfolgreiches Comeback.

2) Manchmal wird die Bezeichnung „Preamp“ auch für Booster oder Line Driver verwendet, die dazu da sind, das Signal noch vor dem eigentlichen Verstärker anzuheben.

Solche Geräte gibt es ebenfalls in Pedalform oder aber als Einbauelektronik fürs Instrument. Letzteres ist vor allem bei modernen E-Bässen und A-Gitarren weit verbreitet.


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