Griffbrett

Nennt man die flache Halsvorderseite, auf der man die Saiten herunterdrückt, um die Tonhöhe zu verändern.

Traditionell wird hierfür ein „Aufleimer“ vorzugsweise aus feinporigen und ölhaltigen, tropischen Harthölzern wie Palisander und Ebenholz verwendet. Diese bewährten und relativ robusten Klanghölzer kommen bei akustischen wie elektrischen Instrumenten gleichermaßen zum Einsatz.

Seit Leo Fenders Revolutionierung des E-Gitarrenbaus ist auch noch harter Bergahorn hinzugekommen. Dabei sparte sich Mr. Fender das Aufleimen eines separaten Griffbretts gleich ganz, indem er den einfacher herstellbaren Onepiece Mapleneck erfand.

Im modernen Gitarren- und insbesondere im Bassbau sind nach und nach weitere Tropenhölzer wie Bubinga, Ovangkol, Pau Ferro, Snakewood oder Wenge hinzugekommen. Vereinzelt werden aber auch ausreichend harte einheimische Hölzer (zum Beispiel Zwetschge) eingesetzt.

Daneben finden sich zunehmend Ersatzmaterialien, zum Beispiel besonders abriebfeste Verbundstoffe, wie das von Steinberger populär gemachte Ebonol oder das von Hagstrom bekannte Diamond Wood.

Für spezielle Einsätze, etwa bei Fretless-Instrumenten, experimentieren einige Hersteller sogar mit Griffbrettauflagen aus rostfreiem Metall oder einer dünnen Schicht Granit.

Die große Mehrzahl konventioneller Griffbretter ist allerdings bundiert ausgeführt.


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