Fingervibrato

Eine leichte bis mäßig starke Tonhöhenmodulation, die nicht durch mechanische Hilfsmittel wie einen Vibratohebel oder dergleichen, sondern allein durch die Spieltechnik der Greifhand erzielt wird.

Bei der klassischen Spieltechnik, wie sie für Konzertgitarre oder auch Geige und Cello üblich ist, macht man das in einer leichten Kippbewegung entlang der Saite. Es wird also der Auflagepunkt des Fingers variiert, wodurch sich die exakte Tonhöhe (minimal) verändert.

Extremer und kraftaufwändiger ist das für Instrumente mit Stahlsaiten gebräuchliche Fingervibrato. Dabei wird die Saite quer zum Griffbrett hin und her bewegt, also tatsächlich (leicht) von der einen zur anderen Seite gedehnt.

Führt man letzteres häufig und mit einer gewissen Kraft aus, werden die Bunddrähte dabei regelrecht abgefeilt. Es bilden sich also nach und nach Vertiefungen, bis man die Bünde schließlich neu abrichten muss.


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