Faded Finish

Engl. für (sinngemäß) „verblichene Oberfläche“.

Die dünnen Überzüge aus Nitrolack, wie sie im Instrumentenbau bis zu den 70er-Jahren üblich waren, bleichen mit der Zeit aus. Ehemals weiße Schichten vergilben, starke Farbkontraste bleichen aus und werden schwächer usw. Außerdem werden die glänzenden Lackoberflächen mit der Zeit matt.

Die „alte“ Patina versuchen einige Hersteller nun mit Hilfe verschiedener Tricks auch ihren frisch produzierten Instrumenten zu verleihen. Die Methoden hierfür sind unterschiedlich, die Bezeichnungen ebenfalls.

So finden sich neben dem „Faded Finish“, einem dünnen, matt belassenen Überzug, auch noch ein stärker abgeschabtes „Worn Finish“ oder „Predistressed Finish“. Ein neues Instrument soll damit so aussehen und sich möglichst auch so anfühlen, wie ein schon seit Jahrzehnten gespieltes. (Man denke etwa an Jeans oder Lederjacken, die aus modischen Gründen häufig ebenfalls „vorgealtert“ werden.)

Werden auch noch die Hardware-Teile solchen optischen Alterungsmaßnahmen unterzogen, spricht man eher von Aged- oder auch Relic-Instruments, woraus mittlerweile ein ganz neuer Business-Zweig entstanden ist.


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