Effekt

kurz für Effektgerät; gemeint sind Geräte, die mittels technischer Tricks gezielte Klangmanipulationen des Signals auf Abruf zur Verfügung stellen. (Im Recording Studio sind allein schon mit der Auswahl der Räumlichkeiten, der Aufstellung der Mikrofone, dem Aufnahme-Equipment und der Peripherie diverse Effekte konstruierbar. Allerdings lassen sich die so erzielten Effekte nicht ohne Weiteres auf die Bühne oder andere Örtlichkeiten übertragen.)

Die Palette ist gigantisch und umfasst eigentlich alle Arten von Effekten, vom archaischen Fuzz oder modernen Bit-Crusher, die das Eingangssignal bis zur Unkenntlichkeit verfremden können, bis zum vordergründig kaum als Effekt wahrnehmbaren Compressor oder Harmonic Exciter.

Ein Effektgerät kann etwa nur aus einer kruden Tretbüchse voll simpelster Bauteile bestehen – oder ein mit allen Schikanen ausgestatteter digitaler Multieffektprozessor mit massenhaft Rechenpower und eigener Effektbibliothek sein. Nur das Know-how des Entwicklers und das klangliche Ergebnis zählen.

Bauform, Ausstattung und äußere Erscheinung variieren extrem. Sämtliche Größen, Farben, Bauweisen und Sound-Vorstellungen gedeihen heute neben einander in (mehr oder weniger) friedlicher Koexistenz: Ob mechanische Federhallspirale, handverdrahtetes Overdrive-Pedal, preiswertes, digitales „All-In-One-Board“, komplexer 19“-Prozessor, intuitiv bedienbares Stand-Alone-Tischgerät, virtuelles Software-Paket (für Rechner basierte Anwendungen) oder „App“ fürs multimediale Mobiltelefon.


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