Damping

engl. „Dämpfung“; beschreibt die Kopplung zwischen Endstufe und Lautsprecher, die je nach Ausführung zu unterschiedlichen Resultaten führt.

Generell lässt sich feststellen, dass ein hoher Dämpfungsfaktor den angeschlossenen Lautsprecher an die kurze Leine nimmt. Der Speaker läuft also bildlich gesprochen strikt „bei Fuß“. Das Signal wird dadurch besonders impulstreu und pointiert wiedergegeben, was ein straffes und trockenes Klangbild ergibt, das sich beim Spielen auch entsprechend stramm anfühlt.

Bei einer niedrigen Dämpfung hingegen darf der Lautsprecher seinen Eigencharakter stärker einbringen. Der Sound wirkt dadurch fetter und saftiger. aber auch weniger präzise. Das fühlt sich für den Spieler nachgiebiger und organischer an, weil der Sound nach dem Anschlag noch ein wenig „aufblühen“ kann.

Blues-Gitarristen sind daher für eine solche Charakteristik in der Regel eher zu begeistern als etwa ein Death-Metal-Fan oder der Shred-Solist, bei dem auch die 128-tel noch exakt zu hören sein müssen. Was der Einzelne aber tatsächlich bevorzugt, ist letztlich Geschmacksache.

Generell lässt sich bestenfalls sagen, dass Musiker, deren Genres viele perkussive Klänge und schnelle harte Stops (Slap-Bass) oder brachiale „Riff-Detonationen“ erfordern, aufgrund der höheren Reaktionsgeschwindigkeit eher zu Amps mit hoher Dämpfung greifen werden.


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