Compressor

Ursprünglich ein Gerät aus der Studiotechnik das dazu dient, ein Signal im Pegel zu stabilisieren.

Hierzu wird zunächst der Dynamikumfang beschnitten, das heißt die höchsten Pegelspitzen werden in einem bestimmten, meist umschalt- oder regelbaren Verhältnis (wie 2:1, 4:1, 6:1 usw.) abgeschwächt. Der zugehörige Parameter nennt sich „Ratio“.

Anschließend kann das gesamte Signal in der Lautstärke (mittels Gain- oder Level-Poti) angehoben werden.

Einfache Geräte für die Anwendung im Bass- oder Gitarren-Setup haben meist nur noch einen „Attack“-Regler, der bestimmt, wie deutlich dabei der Eingangsimpuls (in diesem Fall der Saitenanschlag) herausgestellt wird.

Bei aufwändigeren Compressor-Schaltungen sind auch noch die Einsatzschwelle (Threshold) und das Ausklangverhalten (Release) regelbar.

Ein Compressor kann, sinnvoll justiert, nachfolgende Geräte optimal ansteuern und so auch ein völlig cleanes Instrumentensignal im Bandsound wirkungsvoll nach vorne bringen. Deshalb wird er sehr gerne und häufig bei knackigen Funk- oder Country-Licks und effektbeladenen Popsounds eingesetzt.

In Kombination mit einem Verzerrer oder High-Gain-Amp oder auch bei einem Fretless-Bass glättet und verlängert der Effekt den Ton, was sustain-reiche und bei Bedarf sehr geschmeidige Leadsounds ermöglicht.

Weit aufgedreht verfremdet ein Compressor das Signal auf recht eigentümliche Weise: Der Anschlag wird dabei stark unterdrückt und der Ton anschließend hörbar „aufgepumpt“ (wobei auch etwaige Nebengeräusche mit angehoben werden).

Dieser extreme Effekt ist in der Regel unerwünscht und höchstens in experimentellem Kontext nützlich, wenn man den eigentlichen Klangcharakter des Instrumentes verbergen will, etwa um bläserähnliche Klänge oder so etwas nachzuahmen.


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