Clipping

Engl. für „Übersteuerung“; gemeint ist normalerweise der Grenzbereich in welchem eine Schaltung das eingehende Signal nicht mehr vollständig verarbeiten kann. Dies führt zunächst zu einer Kompression des Signals und geht dann in eine (je nach zu Grunde liegender Technik) mehr oder weniger harmonische Verzerrung über. Der Gitarrist sagt dazu lapidar: Es klingt fett!“

Bei Röhrenschaltungen erfolgt dieser Übergang fließend und es werden überwiegend harmonische Obertöne betont. Deshalb kann ein Poweramp auf Röhrenbasis wesentlich höher ausgesteuert werden, da man das Clipping nicht als störend empfindet und erst bei heftigen Werten deutlich heraushört.

Vollkommen anders verhalten sich diesbezüglich typische Transistorschaltungen. Die deutliche Betonung unharmonischer Obertöne führt zu einer unüberhörbaren, weil ziemlich unangenehmen Verzerrung des Signals.

Wahrnehmbares Clipping ist also eigentlich nur bei Röhrengeräten erwünscht. Es sei denn der Hersteller eines Transistor-Amps hat größte Mühen darauf verwendet, die sägenden Frequenzanteile mit zusätzlicher Schaltungsperipherie zu zähmen.

Diese Kunst beherrschen allerdings nur wenige Techniker und Schaltungsdesigner.


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