BI-Amping

Da verschiedene Frequenzbereiche auch recht unterschiedliche Anforderungen an die Übertragung stellen, werden bei modernen PA- und Bass-Anlagen häufig die Aufgaben entsprechend aufgeteilt. Man splittet also die Bereiche über eine Frequenzweiche auf und verarbeitet sie getrennt weiter.

Dafür benötigt man zumindest zwei separate Endstufen als Monoblock oder zwei unabhängige Endstufenblöcke in einem Gerät. Eine Seite verstärkt nun ausschließlich die hohen und mittleren Frequenzen über kleinere Lautsprecher, die vergleichsweise wenig Leistung benötigen (zum Beispiel eine 2×10“-Bestückung). Die andere leistet die schwere Arbeit und pumpt den tiefen Frequenzbereich durch großvolumige Boxen mit weitaus größerer Membranfläche (etwa ein wuchtiges 1×18“-Cabinet).

Durch diese Arbeitsteilung ergibt sich ein straffer und transparenter Sound, was gerade hinsichtlich der exakten Tonortung beim E-Bass oder auch bei extrem tief gestimmten Gitarren (7-String, Baritongitarren usw.) eine deutliche Verbesserung bringen kann.

Unbedingt achten sollte man jedoch auf eine sinnvoll gewählte Übergangsfrequenz, damit die Impulsgenauigkeit bei der Wiedergabe gewahrt bleibt und keine unangenehmen Phasenverschiebungen entstehen.


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