Bass

1) Ein so bezeichneter Drehregler, Fader oder Schalter („Bass Cut“ bzw. „Bass Boost“) ermöglicht eine Bearbeitung der tiefen Frequenzen. Dieser findet sich am Instrument selbst, an Effektgeräten, am Verstärker, Mischpult oder auch an der heimischen Stereoanlage, modernen aktiven Headphones und selbst an einigen Mikrofonen (hier zum Ausfiltern tieffrequenter Störgeräusche).

Ein Hinweis zur Anwendung bei Verstärkern: Bei traditionell gebauten Amp-Schaltungen mit passiver Klangregelung greift er häufig bis weit in die tieferen Mittenfrequenzen hinein und bestimmt somit maßgeblich die Klangfülle, nicht nur die Fundamentalfrequenzen. Außerdem nimmt seine Wirkungsweise bei hohen Stellungen des Treble-Potis, das in der Filterkette weiter vorne liegt, spürbar ab. Will ich hier mehr Tiefdruck herauskitzeln, muss ich also auch Treble zurück regeln!

2) Darüber hinaus wird mit „Bass“ natürlich auch das Instrument bezeichnet, welches in der Band oder im musikalischen Ensemble für die tiefen Töne und zusammen mit Schlagzeug oder Percussion für den Groove zuständig ist.

In einer typischen Pop/Rock-Bandkonstellation handelt es sich dabei vorzugsweise um einen elektrischen Bass (meist kurz „E-Bass“ genannt) in Solidbody-Ausführung. Für traditionelle Jazz-, Country- oder Rockabilly-Styles und natürlich erst recht bei Bluegrass- oder Folk-Formationen greift man aber auch gerne zu den akustischen Varianten. Dort finden wir dann den Kontrabass, den man im englischen Sprachgebrauch auch „Double Bass“ oder (wegen der aufrechten Spielhaltung) schlicht „Upright“ nennt, oder die akustische Bassgitarre, also die tief gestimmte Version einer Akustikgitarre.

Neben den Grundkategorien bundierter E-Bass und klassischer Kontrabass gibt es auch diverse Zwischen- und Mischformen wie Fretless- und halbakustische Bässe oder auch elektrische Solidbodys mit Piezo-Tonabnehmern, die unter anderem auch einen mehr oder weniger akustik-ähnlichen Klang bieten.

Eine Sonderstellung nehmen die so genannten „Electric Uprights“ ein, die das Spiel- und Klangverhalten eines dicken Kontrabasses simulieren sollen, aber aufgrund der kompakteren Bauweise weitaus leichter zu transportieren sind und bei hohen Bühnenlautstärken weniger zu Rückkopplungen neigen.


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