Amp-Modeling

Die digitale Nachbildung beziehungsweise Simulation der typischen Eigenschaften einer analogen Verstärkerschaltung.

Hierzu werden die zu erwartenden Reaktionen einer Schaltung auf ein bestimmtes Eingangssignal im Prozessor errechnet.

Das Ganze wird als Stand-Alone-Gerät, fester Bestandteil eines Verstärkers oder in Form eines Plug-Ins für den Computer mit Recording-Software angeboten.

In jedem Fall gilt: Je höher die Rechenleistung der Chips und je besser die zugrunde liegenden Algorithmen programmiert sind (die anhand der vorherigen Messung am realen Verstärker vorgenommen wurden) desto realistischer fällt letztlich das virtuelle Abbild aus.

Vielen eher praktisch veranlagten Musikern genügt eine relativ grobe Annäherung an das Original, was mittlerweile schon mit relativ preiswerten Geräten zu erzielen ist. Diese Anwender schätzen an Modelern insbesondere die einfache Handhabung und das breite Angebot an vorgefertigten „Instant-Sounds“.

Wer von seinem persönlichen Sound mehr erwartet und auf feinfühlige dynamische Reaktion und eine „lebensechte“ Klangtiefe aus ist, muss schon etwas mehr ausgeben und bereit sein, sich gegebenenfalls auch intensiver mit den Geräten zu befassen.

Die neue Generation von Rechner-basierten Lösungen wie Native Instruments aktuelle Version der „Guitar Rig“-Software oder HighTech-Amp-Simulatoren, wie das „Axe-FX II“ von Fractal Audio oder Kempers „Profiler“, leistet jedenfalls Erstaunliches – sofern man bereit ist, sich damit auseinander zu setzen.

siehe auch Modeling.

 


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