Akustische

umgangssprachliche Kurzform für „Akustikgitarre“.

Diese traditionelle Instrumentengruppe gibt es, wenn man mal von spezifischen technischen Baudetails absieht, in der heute üblichen Form bereits seit dem Ende des 19. Jahrhunderts.

Charakteristisch hierfür sind eine dünne, flache Decke (engl. treffend als „Soundboard“ bezeichnet) und ein in aller Regel. ebenso flacher Boden. Diese beiden bilden zusammen mit den separat angesetzten, in Form gebogenen Seitenteilen (den so genannten Zargen) eine Art „Klangkasten“. An diesen Korpus wird schließlich der Hals angeleimt. Im Gegensatz zu den Streichinstrumenten verfügt selbiger bei einer Gitarre normalerweise über ein bundiertes Griffbrett, was die korrekte Intonation beim Bespielen doch ganz erheblich erleichert.

Neben diesen klassischen Grundformen gibt es auch noch die im Jazz-Bereich beliebten, großvolumigen Archtops mit gewölbter Decke und F-Löchern anstelle einer zentralen Schallaustrittsöffnung. Diese sind allerdings nur noch extrem selten in ihrer ursprünglichen, rein akustischen Bauform anzutreffen und gehören daher zumeist ins Lager der E-Gitarren.

Die wichtigsten Unterkategorien sind die mit Nylonsaiten bespannten (früher mit getrockneten Tierdärmen, daher auch engl. „Gutstring Guitar“ genannt) Konzert- oder Klassikgitarren spanischer Bauart und die so genannten Westerngitarren (nach ihrer US-amerikanischen Herkunft) oder Steelstrings, deren Besaitung auf einem Kern aus Stahldraht basiert.

Diese unterschiedlichen Saitenmaterialien benötigen jeweils eine spezifische Spannung, um optimal zu funktionieren. Das wiederum stellt entsprechend unterschiedliche Anforderungen an die Bauweise des Instrumentes.

Auch wenn Sparsame, immer wieder auf die Idee kommen – es ist Unfug, etwa eine Konzertgitarre mit Stahlsaiten oder eine Western mit Nylonsaiten zu bespannen. Beides wird nicht besonders gut klingen. Und im Fall der mit einem viel zu hohem Saitenzug belasteten Konzertgitarre ist sogar mit ernsthaften Schäden am Instrument zu rechnen. Also, liebe Gitarrenschüler, ambitionierte Eltern und Quereinsteiger, bitte nicht ausprobieren!

 

 


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